Urin- und Fäkalreste – (K)eine schöne Geschichte?

Welpenfutter

Egal ob Jungtier oder Senior, Hund oder Katze. Gründe warum der Liebling sich auch mal daheim erleichtert gibt es viele. Zum einen sind Welpen natürlich nicht sofort stubenrein, wenn ein Jungtier ins Haus kommt versteht er nicht, dass es falsch ist auf dem Teppich oder die Garnitur zu machen. Hier ist ein Erziehungskonzept, Training und vor allen Dingen einiges an Geduld gefragt. Aber selbst wenn das Tier eigentlich stubenrein ist, kann es immer noch dann und wann zu einem Unfall kommen. Stress, Krankheit, oder einfach dem Alter des Tieres geschuldet.

Wie verhalte ich mich wenn mein Tier in die Wohnung gepinkelt hat?

Wenn dann tatsächlich mal der „Ernstfall“ eingetreten ist, dann ist es wichtig Ruhe zu bewahren. Auch wenn tatsächlich das teure Sofa oder der frisch verlegte Teppichboden leiden musste. Es bringt gar nichts wütend loszustampfen und den Hund anzuschreien, oder rauszuschmeißen – und auf gar keinen Fall sollte man solche Aktionen bringen, wie den Kopf des Tieres in den Urin zu tunken. Das ist nicht nur ekelhaft und respektlos – das Tier würde auch schlicht und einfach gar nicht verstehen, was man von ihm möchte – zudem weiß der Hund auch ohne Beihilfe des Halters sehr gut wie sein Urin riecht. Einen kleinen Crashkurs in Sachen „erzieherische Maßnahmen“ von perfectdog findet ihr hier.

Im Anschluss daran ist es wichtig, alle Rückstände des Missgeschicks sofort und gründlich zu entfernen. Das dient nicht nur der nervlichen und nasalen Entspannung von Frau- oder Herrchen. Hunde haben einen bekannterweise einen großartigen Geruchssinn. Selbst wenn für den Menschen alle unangenehmen Gerüche nach einer schnellen Reinigung verschwunden scheinen, kann es sein dass der Hund kleinste Urin- oder Fäkalrückstände immer noch wahrnehmen kann. Hier wird dann auch die Gefahr höher, dass der Liebling sich beim nächsten Mal gleich nochmal in der Ecke entleert. Wer kann es ihm verübeln – riecht ja nach Toilette.

Eine kleine Geschichte von Flöhen, Verzweifelung, Protestpinkeln und der Suche nach einem Ausweg

Wir selbst sahen uns mit dem Problem nach einem Flohbefall konfrontiert. Nicht nur, dass es zu einer echten Totur werden sollte, die biestigen Tiere wieder loszuwerden – unsere „große“ hat ihre Unzufriedenheit mit der Situation einfach mal so kundgetan, dass sie wahllos in die Wohnung getröpfelt hat – natürlich aber auch nur dann, wenn gerade niemand geguckt hat und in den aller hintersten Winkeln! Nachdem wir die Flohpest erfolgreich eingedämmt hatten, wollte das Pieseln dennoch nicht mehr aufhören – erschwerend hinzu kam das Mief einfach nicht mehr aus dem Raum wollte. Teppichreiniger, Polsterreiniger, sogar das Einseifen mit herkömmlichen Allzweckreiniger (auf dem Teppich als Akt der Verzweifelung) brachten keine Abhilfe.

Ausruestung Reiniger und Licht

Hiermit rücken wir dem Gestank zu leibe!

Eine Freundin hat mir dann den Tipp gegeben es mit BIODOR Animal zu versuchen. Ein spezieller Reiniger für allerlei Rückstände, welche die tierischen Freunde so hinterlassen. Sie selbst hatte ein ähnliches Problem, als diese mit ihren zwei Katzen umgezogen sind. Vom Preis war ich zunächst ein wenig abgeschreckt. Ich bin eigentlich nicht begeistert von der Idee für ne Flasche „Putzmittel“ bald zwanzig Euro hinzulegen. Aber in der Verzweiflung war mir mittlerweile alles egal. Ich wollte nur, dass daheim wieder Normalität und vor allem (Geruchs-)Neutralität einkehrt. Um eventuelle verstecke Geruchsquellen ausfindig zu machen, bekam ich noch den Tipp es mit einer Schwarzlicht-Lampe zu versuchen.

An Ende sah die Einkaufsliste so aus:
– Der BIODOR ANIMAL Reiniger
– Eine UV/Schwarzlicht-Taschenlampe

Umgefüllter Reiniger

Geladen und entsichert!

Als die Ausrüstung dann angekommen war, wurde es Zeit für die finale Schlacht. Bei dem Reiniger handelt es sich um ein Konzentrat. Da auch eine leere Sprühflasche angeboten wurde (für die ich dann nicht
nochmal ein paar Euro ausgeben wollte), habe ich eine alte Glas-Reiniger Sprühflasche genommen, welche ich sonst entsorgt hätte, und diese nochmal ordentlich ausgespült. Gemäß der Anleitung 100 ml vom Reinigungskonzentrat auf 1 Liter Wasser. Frisch oder gar nach Blumenwiese riecht dieses Mittel leider auch nicht – aber man kann auch nicht sagen, dass es stinkt. Die Eigenwerbung verspricht „Gut verträglich für Haut und Pfoten“. Lustiger Weise erinnert mich der Inhalt meiner Sprühflasche gerade ein wenig an den Urin, den ich entfernen will.

Schwarzlicht auf Spurensuche

Mit dem Schwarzlicht findet man schnell die eine oder andere unsichtbare Geruchsquelle

Aber nun gut. Zunächst habe die offensichtlichen Stellen nochmal nachgewischt – überall da, wo ich zuvor schon einmal wegen eines Pipi Unfalls saubermachen durfte. Gerade auf den Stellen am Teppich habe ich das Mittel ein wenig einwirken lassen und hinterher die Feuchtigkeit aufgenommen so gut es ging. Der Rest durfte dann an der Luft durchtrocknen. Mit dem Schwarzlicht habe ich tatsächlich noch die letzte versteckte Miefquelle hinter dem Wohnzimmerschrank gefunden, welcher bei uns baubedingt etwas von der Wand absteht. Der Fleck war bestimmt schon einige Tage alt, aber mit im Schwarzlicht sehr schnell und klar an der hellen Reflexion zu erkennen. Auch hier wieder – ordentlich triefend einsprühen, etwas warten und die Feuchtigkeit aufnehmen. Am Abend habe ich den Teppich nochmal so gut eben möglich an der behandelten Stelle nach gewaschen.

Alles hat ein Ende!

Danach war der Spuk dann auch endlich vorbei. Das Reinigungsmittel hat noch ein wenig nach gerochen wie ich finde, aber nach ca. 2 Tagen war der Geruch dann auch gänzlich verflogen – zudem ist der Geruch im Vergleich zum Urin fast schon als Wohltat zu genießen. Und wegen den Rückständen habe ich mir auch keine großen Sorgen machen müssen. Im Gegensatz zu so manchen Hausmittelchen oder herkömmlichem Putzmittel ist der BIODOR Reiniger pH-neutral, ungiftig für Mensch und Tier und biologisch leicht abbaubar. Es entspricht damit den Richtlinien für Spül- und Klärwasserzusätze vom Blauen Engel. Wenn es schon exotische Chemie sein muss, dann beruhigt diese Informationen nochmal zusätzlich, dass man das Heimtierbett wohl trotz des gründlichen Einseifens der Umgebung an seinem Platz belassen kann.

Urin- und Fäkalreste – (K)eine schöne Geschichte?
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Bis jetzt noch keine Kommentare

  1. Lotte
    März 31, 08:37 Reply

    Super Artikel. Die Tipps kann ich zur Zeit für meinen Kleinen gute gebrauchen. Der hat leider etwas Blasenprobleme

  2. Oli
    März 29, 18:52 Reply

    Danke für die Antwort. Ich werde das nun auch mal testen

  3. Oli
    März 23, 23:54 Reply

    Toller Artikel. Gerde mit Welpen hat man ja doch zum Anfang immer mal gerne dieses Problem. Gerade der Tipp mit dem Schwarzlich gefällt mi besonders gut. Reicht so eine Handtaschenlamp dort wirklich aus, oder sollte man lieber etwas stärkeres nehmen?

    • Daniel Köhler
      März 24, 09:34 Reply

      Danke Oli 🙂

      also ich habe tatsächlich diese kleine Taschenlampe genutzt, die ich verlinkt habe. Ich finde man kann die Verunreinigungen deutlich erkennen. Leider ließ sich das mit der Kamera nicht richtig einfangen (das gröbste war da aber auch schon weg). Ich kann das sonst maximal nochmal an der Katzentoilette ausprobieren und ein Beispiel zeigen. Weiß aber nicht ob Katzenurin jetzt stärker oder schwächer auf das Licht reagiert, als Hundeurin. Da fehlt mir bis jetzt „leider“ der Vergleich. Aber ich probiere das mal aus 🙂

      Es schimmert halt schon deutlich zurück, will damit nicht sagen, dass es einem das Licht quasi ins Gesicht flutet, aber man erkennt es.

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