Läufigkeit einer Hündin

Welpenfutter

Die erste Läufigkeit bei einer Hündin setzt normalerweise im Alter von 6-12 Monaten ein. Zu diesem Zeitpunkt ist die Hündin körperlich, wie auch geistig mitten in der Pubertät.
Da die Natur nicht immer berechenbar ist, kann der Zeitpunkt der ersten Läufigkeit variieren, gerade große Hunde werden später das erste Mal läufig.
Zudem hängt der Zeitpunkt der ersten Läufigkeit maßgeblich vom erreichen des ausgewachsenen Körpergewichtes ab, dies geschieht bei kleinen Hunden natürlich etwas früher, als bei Großen, bzw. bei Hunden die z.B. aus schlechter Haltung kommen und nicht genug Futter bekamen oder krank wurden, werden später läufig.
Bei der ersten Läufigkeit muss nicht immer alles „normal“ laufen, es gibt z.B. die „stille“, bzw. „weiße Läufigkeit“. Trotz dem typischen Ablauf von hormonellen Abläufen gibt es keinerlei Anzeichen wie Ausfluss, auch ist eine geteilte Läufigkeit möglich, wo es zwischen den ersten Anzeichen der Läufigkeit und dem weiteren Verlauf ein paar Tage „Ruhe“ gibt.

Kleiner Hund mit Wärmeflasche

Kleiner Hund mit Wärmeflasche

Der Zyklus

Präostrus: Der Präöstrus dauert im Durchschnitt neun Tage und kann zwischen 3-17 Tagen dauern. Die ist der erste Abschnitt der Läufigkeit und zeigt sich durch das Anschwellen der Vulva und blutigem Scheidenausfluss aus.
Die Hündin ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht fruchtbar, aber die Rüden finden sie trotzdem schon sehr spannend.

Östrus: Auch Standhitze genannt. In dieser Phase ist die Hündin deckbereit. Sie bleibt bereitwillig stehen und dreht ihre Rute auf die Seite, wenn ein Verehrer sich nähert. Diese Phase dauert ca. neun Tage, kann aber auch zwischen 3-21 Tage liegen.
Der Scheidenausfluss wird wässriger, oder auch schleimig.

Metöstrus: Die Läufigkeitssymptome klingen jetzt wieder ab und die Schwellung der Vulva geht zurück. Der Ausfluss wird oft erst geblich und verschwindet dann ganz.
Die Hündin ist jetzt zwar nicht mehr Läufig, dennoch gibt es noch hormonelle Veränderungen. Die Gelbkörper, die nach dem Eisprung entstehen produzieren das Hormon Progesteron. Dieses Hormon wird unabhängig von einer Befruchtung gebildet.
Der nun sinkende Progesteronpegel (ca. nach 9-12 Wochen ist dieser abgebaut) kann das Hormon Prolaktin „aktivieren“, so dass manche Hündinnen Milch produzieren und scheinträchtig werden.

Anöstrus:
Diese Phase wird auch als „Ruhephase“ bezeichnet. Die Hündin zeigt keine Anzeichen einer Läufigkeit. Diese Zeit ist sehr unterschiedlich und dauert meist mehrere Monate an und endet erst mit der Einleitung des nächsten Proöstrus und damit der nächsten Läufigkeit.

Das Verhalten

Noch vor Beginn der Läufigkeit bemerken viele Hundehalter, dass die Hündin jetzt öfters uriniert und es erinnert oft an Rüdenverhalten. Damit verteilt die Hündin schon mal die ersten „Kontaktanzeigen“ und oft sind die vermehrt auftretenden Verehrer die ersten Anzeichen einer Läufigkeit.
Das Verhalten während der eigentlichen Läufigkeit kann man dagegen kaum vorhersagen. Von Hündinnen, die gerne mal etwas umherstreunern, bis über anhängliche Exemplare zu Hündinnen, die sich gar nicht anders verhalten ist alles möglich.

Die Hygiene

Viele der Hündinnen sind sehr reinlich und wenn man daheim einen Fliesenboden hat, braucht man gar nicht mehr viel tun.
Andererseits gibt es auch spezielle Höschen für die Hündin, wobei allerdings diese auch oft genug schnell ausgezogen wird, wenn die Hündin nicht gut genug daran gewöhnt wurde.

In der Zeit der Läufigkeit sollten Kontakte mit unkastrierten Rüden weitestgehend vermieden werden. Nicht nur für die Rüden ist dies stressfreier, sondern auch für Sie.
Es ist ratsam anderen Hundebesitzern vorher mitzuteilen, dass die eigene Hündin läufig ist, so dass der Rüdenhalter die Gelegenheit hat, seinen Hund anzuleinen.

Läufigkeit einer Hündin
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