Maulkorbtraining

Manchmal muss ein Maulkorb / Beißkorb einfach sein. Egal ob der Hund aggressiv gegenüber Artgenossen oder anderen Menschen ist, ob man mit ihm Bahn fährt und dieses vorgeschrieben ist oder in manchen Bundesländern leider Pflicht für den Hund ist.

Stafford mit MaulschlaufeEin Maulkorb lässt den Hund unglaublich gefährlich aussehen und man glaubt gar nicht, wie manche Tut-nixe plötzlich schnell angeleint sind, wenn man ihnen so begegnet.
Für den Hund ist der Maulkorb nicht unbedingt das tollste im Hundeleben, aber auch ein Hund kann lernen, dieses Ding zu akzeptieren. Egal ob der Hund zum jetzigen Zeitpunkt einen Maulkorb braucht oder nicht, ist es besser diesen in völliger Ruhe und Entspannung anzutrainieren, anstatt später, wenn man ihn denn wirklich mal brauchen sollte.

Egal was der Grund für den Maulkorb ist, er sollte gründlich und positiv aufgebaut werden. Soll der Maulkorb für länger als ein paar Minuten getragen werden, sind die s.g. Maulschlaufen absolut abzulehnen, da der Hund mit diesen Schlaufen weder Essen, noch trinken noch hecheln kann. Für einen ganz kurzen Zeitraum mag dies also eine Möglichkeit sein, für den längere Gebrauch, darfs ruhig ein Maulkorb sein, der dem Hund die Möglichkeit bietet zu hecheln und zu trinken.

Der Start

Der Maulkorb kann mit Leckerchen befüllt werden, so dass der Hund seine Nase schon einmal recht freiwillig in dieses neue, unbekannte Etwas stecken kann. Genauso gut geht eine Bestätigung über deine Futtertube, welche dem Hund von vorne angeboten wird, so dass die meisten Hunde schon sehr freiwillig ihre Nase in dem Maulkorb versenken.
Wenn der erste Schritt über mehrere Übungseinheiten verteilt gut aufgebaut ist, kann damit begonnen werden, den Maulkorb mal kurz hinter dem Hundekopf zu verschließen. Diesen Schritt wiederholt man nun auch einige Male mit einer Superbelohnung für den Hund, so dass er das Tragen des Maulkorbs mit den super tollen Leckerchen verbindet.

Sobald diese ersten Schritte erfolgreich durchgeführt wurden kann der Maulkorb die ersten paar Minuten am Stück getragen werden. Wichtig dabei ist, dass der Hund nicht versucht den Maulkorb abzustreifen, da dies ein Verletzungsrisiko darstellt.
Es empfiehlt sich den Hund bei den ersten längeren Trageversuchen mit Futter und Zuwendung abzulenken, so dass das lästige Ding auf der Schnauze besser akzeptiert werden kann.

Wer genügend Zeit und Ruhe in den Aufbau eines Maulkorbs investiert hat am Schluss einen Hund, den der Maulkorb nicht mehr wirklich stört und gelernt hat, diesen zu akzeptieren und als etwas „selbstverständliches“ hinzunehmen.

Ganz wichtig finde ich zu sagen, dass der Hundehalter welcher seinen Hund gut gesichert mit Maulkorb spazieren führt Verantwortung übernimmt. Er sorgt dafür, dass sein Hund keine anderen Hunde oder Menschen verletzen kann und das verdient großen Respekt und keine sinnfreien Kommentare, warum der ARME Hund so etwas tragen muss, ob er denn soooo böse wäre und ob das nicht eh alles total übertrieben ist.

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