Seminare? Brauche ich das?

Welpenfutter

Wer sich in Foren oder anderen bekannten Plattformen aufhält, Hundezeitungen liest oder mal nach Hotels sucht, die den Hund mit aufnehmen, dann kommt man fast nicht umhin, dass einem Seminare zu den verschiedensten Themen angeboten werden.

Dogdance, Agility, Mantrailing, Spiel&Spaß, Apportieren, Longieren, Anti-Jagd-Training…. die Liste ließe sich ewig fortsetzen, ein breites Angebot wird dem interessierten Hundehalter unterbreitet.
Die Dauer der Seminare variiert stark und kann von einem bis über (selten mehr wie) eine Woche gehen.
Genauso vielfältig wie das Trainingsangebot an sich sind auch die Hundetrainer die diese Seminare anbieten. Die einen versuchen sehr „nett“ mit dem Hund zu sein, die anderen sind vorwiegend positiv unterwegs, schrecken aber vor „ein bisschen Strafen“ nicht zurück und bei den nächsten kann dann schon mal die Futterschüssel zweckentfremdet werden.

Ob man unbedingt Seminare braucht, das sei einmal dahingestellt. Viele Hundehalter haben schon gewisse Hundeerfahrung oder Neuhundehalter ein sehr gutes Händchen für ihren Hund, sobald es aber an Sportarten oder andere Beschäftigungsformen geht, kann man schon einmal an die eigenen Grenzen kommen, dann kann ein Seminar einem eine gute Hilfe sein, die wichtigsten Grundlagen zu erlernen.

Was sollte man beachten?

– Die Wahl des Seminarleiters ist essentiell wichtig um mit dem Seminar am Ende des Tages zufrieden zu sein. Der Trainer sollte zu der persönlichen Einstellung passen. Wer gerne die Welt schönclickert wird bei Seminaren wo vorwiegend mit Schreck und/oder Schmerz gearbeitet wird genauso wenig glücklich wie jemand, der meint, dass ein Stromimpulsgerät an jeden Hund gehört verzweifeln wird, wenn er einen Vortrag über konditionierte Entspannung hört.
– Wie lange dauert das Seminar und wie weit ist es weg? Ein gutes Seminar bei einem Top-Referenten darf zwar gerne mal etwas weiter weg sein, aber dann wäre es nützlich, wenn es nicht nur an einem Tag abgehalten wird. Die meisten Hunde fahren zwar gerne und problemlos Auto, doch ist dies zusammen mit dem neuen Gelände, vielen anderen Hunden und dem neuen Training auch sehr anstrengend für die Hunde.
– Viele Leute bieten viele Seminare an. Welche Qualifikationen hat der Hundetrainer? Neben der Wahl der Ausbildungsmethode ist vor allem wichtig, wo der Referent seine Erfahrung gesammelt hat und wie lange dieser sich damit beschäftigt hat. Ein Trainer der z.B. erst seit fünf Monaten Mantrailing betreibt kann noch nicht die Erfahrung haben um ausgebildete Einsatz-Trailer zu unterrichten.
– Ein bekannter Trainer muss nicht unbedingt zu einem selber oder dem Hund passen. Vermehrte Präsenz in den (Print-)Medien zeugt nicht zwangsläufig von erhöhter Kompetenz.


Fazit:

Hund beim Studium

Seminare sind eine wundervolle Möglichkeit neue Sichtweisen über bestimmte Themen zu erlangen. Wer entsprechende Trainingsangebote nicht in der Nähe hat kann z.B. Sportarten ausprobieren und sich Grundlagen zeigen lassen. Egal ob Sport oder Alltagstraining, ein Seminar beim richtigen Referent kann einem enorm weiterbringen.

Sollte ein Seminar mal nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen sollte man aber auch nicht zu frustriert sein, denn man konnte Erfahrungen sammeln. Erfahrung, dass dem Hund die ausgewählte Sportart vielleicht keinen Spaß macht, oder dass eine Ausbildungsmethode einem gar nicht liegt. Keiner ist vor „Reinfällen“ geschützt und so kann man solche Erlebnisse nur abhaken und sich das nächste Mal etwas anderes suchen.

Seminare? Brauche ich das?
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