Ein Zweithund soll es sein!

Viele Hundehalter verspüren irgendwann den Drang, dass zum bereits bestehenden Vierbeiner ein zweiter Hund einziehen soll.
Doch was gibt es zu beachten, wie alt, wie groß, Rüde oder Hündin?
Zuerst sollte man sich fragen, ob der Ersthund die Begeisterung für einen weiteren Hund im Haushalt genauso aufbringt wie seine Besitzer. Es gibt Hunde, die finden andere Hunde in der Wohnung toll, die mit allem und jeden draußen spielen oder sonstig eher zu den geselligen Typen gehören. Andererseits gibt es Hunde, die sich selber genug sind. Weitere Hunde stressen sie, nerven sowieso nur und sie sind froh, wenn sie die anderen Hunde bereits nach ein paar Minuten wieder los sind.

Was passt zum bisher bestehenden Hund?

Der Charakter ist natürlich ausschlaggebend für die Wahl des Hundes. Trägere, ruhige oder ältere Hunde sind meist froh, wenn nicht unbedingt ein Welpe einzieht, während wuselige Gefährten gerne mit dem neuen Hausgenossen spielen möchten und dann liegt der nur rum.
So einfach ist das ganze nun aber leider auch nicht. Quirlige Hunde kommen mit ruhigen Hunden zurecht und umgedreht. Gerade bei ruhigeren Ersthunden kann ein lustiger neuer Hund im Haus ordentlich Schwung mitbringen und den Ersthund mit seinem Enthusiasmus anstecken.

Zeit, Finanzen und Umstände

Hat man genug Platz für zwei Hunde? Nicht alle Hunde möchten engen Körperkontakt beim Schlafen halten und gehen sich gerne mal aus dem Weg. Natürlich ist dies auch in einer kleineren Wohnung möglich, doch sollte eine Möglichkeit vorhanden sein, dass die Hunde im Notfall auch mal getrennt sein können.
Das Thema Finanzen ist natürlich nicht ganz unwichtig. Doppelte Tierarztrechnungen, Steuer, Futterkosten, neue Leinen, Halsbänder, Geschirre….all das muss nun nochmal angeschafft werden.
Punktum. Ein zweiter Hund kostet erstmal natürlich mehr Geld wie nur einer.
Futterkosten sind je nach Hundegröße natürlich variabel. Zwei Hunde einer Zwergrasse fressen in der ganzen Woche so viel wie ein Labrador am Tag, da fällt der zweite kleine Hund kaum ins Gewicht.
Die Zeit sollte man auch nicht außer Acht lassen. Getrenntes Gassi, Spiel- und Schmusestunden verdoppeln sich. Die getrennten Gassigänge sind vor allem am Anfang recht hilfreich. Sich auf zwei Hunde zu konzentrieren ist enorm schwierig, dazu lernt jeder Hund, dass man auch mal alleine daheim bleiben kann und Frauchen hat in der Phase Zeit, sich draußen ganz auf das Training von einem Hund zu konzentrieren….Blödsinn schauen sich Hunde am aller schnellsten ab.

Hunde beschnuppern sich

Rüde oder Hündin?

Das ist so pauschal nicht zu sagen. Hündinnen können, wenn es dumm läuft sich so verkrachen, dass an ein Zusammenleben in Harmonie und Frieden evtl. so schnell nicht mehr zu denken ist. Rüden können sich aber auch ganz ordentlich in die Wolle bekommen.
Die Konstellation Rüde / Hündin passt in vielen Fällen sehr gut, man muss natürlich an die Zeit der Läufigkeit der Hündin denken, wenn diese, oder auch der Rüde, nicht kastriert ist um kleine und putzige Überraschungen zu vermeiden.

Der Zeitpunkt?

Zwei Welpen zur gleichen Zeit lehne ich persönlich völlig ab. Je nach Temperament der beiden Rabauken können diese kleinen Terroristen einen an den Rand der Verzweiflung treiben. Grundsätzlich sagt man, dass der erste Hund schon mal einen guten Grundgehorsam besitzen sollte. Wer, wie ich, sich früher einen Hund zulegt, obwohl der Ersthund auch noch einige Baustellen hat, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass das u.U. eine „harte Zeit“ werden kann.
Trotz allem habe ich nach langem Hin- und Herüberlegen den Schritt zum Zweithund gewagt und bisher (fast) nie bereut. Voraussagen wie es mit den Hunden läuft kann man kaum und trotzdem kann man die „Gefahr“, dass es schief geht minimieren indem man sich einfach genügend Zeit lässt sich über das Thema zu informieren und vor allem zu sich selbst ehrlich zu sein und sich zu fragen, ob man sich selber und dem Ersthund mit einem weiteren Hund im Haus wirklich einen Gefallen tut.

Eine große Frage in der Mehrhundehaltung ist trotzdem geblieben. Die Hundeanzahl steigt von Hund zu Hund, der Dreck, den die Vierbeiner machen explodiert aber regelrecht 😉

Bewerten Sie diesen Artikel

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *