„Kampfhunde“

Im eigentlichen Sinne gibt es keine „Kampfhunde“, sondern nur Hunde, welche zu Hundekämpfen eingesetzt wurden. Natürlich gab es auch in dieser „Disziplin“ Rassen, welche dafür eher geeignet und daher genutzt wurden.
Ein Kampfhund musste jederzeit sich von Menschen anfassen lassen ohne zu schnappen, da es während eines Hundekampfes vorkommen konnte, dass die Hunde angefasst oder hochgehoben wurden. Hundekämpfe sind in vielen Ländern verboten, werden aber im kriminellen Umfeld trotzdem noch durchgeführt.

Die Rassen Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, American Pit Bull Terrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen gelten dank Rasselisten und Hundegesetzen zu den gefährlichen Hunden und im normalen Sprachgebrauch daher zu den „Kampfhunden“

Über die Rasselisten

Hunderassen welche allein durch die Rassezugehörigkeit grundsätzlich gefährlicher sind als andere Hunde wurden bisher in Studien nicht gefunden. Die Einführung der Rasselisten dagegen scheint bei einigen Gebieten trotzdem dafür zu sorgen, dass Krankenhausbehandlungen durch Hundebisse zurückgegangen wären.

Welche Hunde auf den Rasselisten stehen kann man z.B. unter Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Rasseliste), da dort nicht nur die verschiedenen Bundesländer Deutschlands aufgelistet sind, sondern auch die Nachbarländer Österreich und Schweiz mit einem guten Schaubild dargestellt werden.

Die Rasselisten haben den betroffenen Hundehaltern viele Einschränkungen gebracht. Dies kann die Pflicht sein Volljährig zu sein, Vorlage eines Führungszeugnisses, Ablage der Sachkundeprüfung, Leinenzwang, Maulkorbpflicht, Genehmigungspflicht etc.

Jeder Hund kann gefährlich werden!

Fakt ist, dass jeder Hund dem Menschen gefährlich sein kann. Der kleine Chihuahua wird einem erwachsenen Menschen kaum die Kehle durchbeißen können, aber schon ein kleiner-mittelgroßer Hund kann ein Kind umrennen, was schon während eines ausgelassenen Hundespiels passieren kann. Kleine Hunde beißen genauso wie große Hunde zu, wenn man z.B. Kindern oder auch Personen die keinerlei Hundeerfahrung haben nicht auf die Körpersprache der Hunde hinweist. Nicht jeder Hund liebt es von fremden Menschen auf dem Kopf herumgetätschelt zu werden und nicht alle Vierbeiner möchten von Kindern fest in den Arm genommen und geknuddelt werden. Da stehen wir Hundehalter in der Pflicht, unsere Hunde so zu erziehen und vor allem vor zu gut gemeinten Knuddelattacken zu schützen, so dass unsere Hunde gar nicht in die Situation kommen, dass sie sich „verteidigen“ müssen.

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