(Welpen-)Impfungen

Welpenfutter

Impfungen sind bei Mensch und Tier ein Streitthema. Wo dieses Thema diskutiert wird, braucht es meist nicht lange bis sich Impfgegner, Impfkritiker und Impfbefürworter streiten und jeder eigene Studien, Meinungen und Erfahrungen zu seinem Standpunkt der Impfung beiträgt.

Ob Impfungen tatsächlich so schützen wie sie sollen, nur manche Impfungen oder Impfungen doch völlig sinnlos sind kann in diesem Artikel leider auch nicht geklärt werden, so dass ich mich für einen Überblick über die verschiedenen (geläufigsten) Impfungen entschieden habe.

Impfung

Impfung beim Welpen

Tollwut (T):

Impfempfehlung des bpt (Bundesverband Praktizierender Tierärzte e. V):
12. Lebenswoche, 16. Lebenswoche, 15. Lebensmonat
Wiederholungen in den vom Hersteller angegebenen Abständen

Wer die Beipackzettel der verschiedenen Impfstoffhersteller liest wird feststellen, dass die meisten eine einmalige Impfung als ausreichend betrachten (bei einer Impfung ab der 12. Lebenswoche). Die Folgeimpfungen betragen dann 2-3 Jahre, je nach Impfhersteller. Diese Angabe ist auch im Beipackzettel zu finden.

Staupe (S), Parvovirose (P), Hepatitis (H):

Impfempfehlung des bpt:
8. Lebenswoche, 12. Lebenswoche, 16. Lebenswoche, 15. Lebensmonat.
Wiederholungsimpfungen ab dem 2. Lebensjahr in dreijährigem Rhythmus
sind nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausreichend.

Die neue WSAVA (= Weltverband der Kleintierärzte) Richtlinie gibt an:
Welpen sollten ihre letzte Impfung mit den core vaccines (= Staupe-Hepatitis-Parvo = SHP = Impfstoffe, die alle Welpen erhalten sollten) mit 14 bis 16 Wochen bekommen
98% aller in diesem Alter geimpften Welpen werden eine jahrelange, möglicherweise lebenslange Immunität aufweisen!
Empfohlen wird eine Auffrischimpfung nicht häufiger als alle 3 Jahre – allerdings ist die Impfung wirkungslos, wenn der Hund bereits immun ist!

Leptospirose (L):

Impfempfehlung des bpt:
8. Lebenswoche, 12. Lebenswoche, 16. Lebenswoche, 15. Lebensmonat.
Jährliche Wiederholungsimpfungen (in Endemiegebieten häufiger) sind zu empfehlen.

Die WSAVA-Richtlinie schreibt:
1. Der Impfstoff schützt maximal für 12-18 Monate.
2. Der Impfstoff kann mit Nebenwirkungen einhergehen.
3. Der Impfstoff sollte nur gegeben werden, wenn ein echtes Risiko besteht.

Zwingerhusten (Canines Parainfluenzavirus (CPiV)):

Impfempfehlung des bpt:
Die Erstimpfung ist ab einem Alter von 8 Wochen möglich, gefolgt von einer zweiten Impfung 3 bis 4 Wochen später.
Geimpfte Tiere können den CPiV-Impfstamm nach intranasaler Applikation über einige Tage post vacc. ausscheiden ohne zu erkranken.

Die WSAVA-Richtlinie gibt an:
Die Krankheit verläuft meist harmlos, ähnlich einer Erkältung oder einer Grippe beim Menschen. Es reicht meist auf den Hund zu schonen oder Medikamente für den Husten zu geben. Gelegentlich kann Antibiotika gegeben werden, um eine „Nebeninfektion“ zu vermeiden.

Quellen:
WSAVA-Richtlinie

Mo Peichl

Lobito azul

StiKo Vet / bpt

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  1. Steffi
    Juli 20, 20:06 Reply

    Eine tolle Zusammenfassung. So kann man sich wirklich eine schöne Übersicht schaffen.

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